Verfasst von: derfreiebuerger | 27. August 2013

Ist Gott „Vegetarier“? Natürlich!

Die Forderung der Grünen, in öffentlichen Kantinen einen fleischlosen Tag einzuführen, rief bemerkenswerte Reaktionen von Kirchenvertretern hervor. Man habe ja schon seit 2000 Jahren einen „Veggieday“, sagte der Sprecher der deutschen Bischofskonferenz, und das sei der Freitag. Einige katholische Webseiten berichteten hingegegn unter der Überschrift „Gott ist kein Vegetarier“ über die Äußerungen eines katholischen Theologen, beim sogenannten Freitagsgebot gehe es gerade nicht um Vegetarismus.

Die Kirche zeigt mit solchen Äußerungen nur, dass sie für die Tiere nichts ürig hat. Gott ist der Schöpfer der gesamten Natur. Wie kann Er, der liebende Vater, wollen, dass Seine Naturgeschöpfe ausgerechnet von Seinen Menschenkindern gequält und aufgegessen werden? Die ersten Christen achteten die Natur; sie lebten gewaltfrei und vegetarisch. In einem Punkt hat der Theologe aber recht: Das „Freitagsgebot“ hat tatsächlich nichts mit Vegetarismus zu tun. Denn die Kirche erlaubt an diesem Tag das Essen von Fischen – und die sind schließlich auch Gottesgeschöpfe, die Gefühle wie Schmerz und Angst empfinden. Historisch gesehen hat dieses Gebot aber auch nichts mit der Kreuzigung Jesu an einem Freitag zu tun. Es geht zurück auf die Verehrung der heidnischen Liebesgöttin Venus, an derem Wochentag, dem Freitag (franz. vendredi = Venustag) in der Antike bevorzugt ihr Symboltier, der Fisch, gegessen wurde.Dies ausgerechnet dem Nazarener, die die Tiere liebte, in die Schuhe zu schieben, zeigt, wem die Kirche in Wahrheit dient.

Und einige kirchlich geprägte Politiker springen gleich auf den Zug mit auf. „Leute, die wissen müssen, wann sie Fleisch essen dürfen und wann nicht, die brauchen nicht CDU zu wählen“, sagte die Pfarrerstochter Angela Merkel in Wiesbaden. Als ob Leute, die wissen, dass Tiere eine Seele haben und wir sie daher nicht schlachten und verzehren solten, nicht ohnein längst wüssten, dass sie die CDU nicht zu wählen brauchen.

„Auf das Recht jeden Tag und überall Fleisch essen zu können, will die Mehrheit nicht verzichten“, schreibt dazu die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (18.8.13). „Nahezu die gleiche Mehrheit empört sich seit Jahren über die Verhältnisse in der Tierindustrie. Dioxin in Eiern, resistente Bakterien auf Schweinefleisch, Pferdefleisch in der Lasagne – ein Skandal reiht sich an den nächsten …“

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