Verfasst von: derfreiebuerger | 1. Juni 2014

„Das kann doch niemand mehr verstehen.“ Die Staatsmilliarden für die Kirche auch nicht!

Kardinal Marx regt sich über die Millionengehälter von Managern auf.: “ ‚Das kann doch niemand mehr verstehen‘ … Es sei falsch, nur die Kapitalinteressen der Börse zu bedienen. ‚Das ist doch eine Verirrung‘ …“ http://bit.ly/1oiIqBY Und was ist dann mit den mehr als 17 Milliarden Euro, die der deutsche Staat jährlich an die Kirchen zahlt? Wer kann das noch verstehen? ist es nicht genauso „falsch“ und eine „Verirrung“, nur die Kapitalinteressen der Kirche zu bedienen?

Allein in Bayern erhält die katholische Kirche 65,7 Millionen Euro jährlich vom Freistaat unter anderem für den hohen Klerus, darunter auch Kardinal Marx mit einem Monatsgehalt von um die 11.000 Euro. Sein derzeitiges herrschaftliches Palais hat der bayerische Staat erst kürzlich für 9 Milllionen frisch renovieren lassen. Keine „Verirrung“? Wer kann das noch verstehen?

Gleichzeitig ruft der Kardinal „mutig“ zum „Kampf gegen den Kapitalismus“ auf. http://bit.ly/1ryOmMX Aber damit niemand auf abwegige Gedanken kommt: Die Kirche, so Marx, müsse ihr Vermögen natürlich behalten. http://bit.ly/1wO7dDy Unter anderem „für die Armen“! Als ob der Kardinal nicht genau wüsste, dass Caritas und dergleichen zu fast 100 Prozent von der Allgemeinheit finanziert werden!

Solch schamloses Missverhältnis der Kirche zum Geld (der anderen!) ist aber nichts Neues. Karlheinz Deschner schreibt im 10. Band seiner „Kriminalgeschichte“ Erhellendes über die „Verdienstspannen “ damaliger Kirchenvertreter, kleine Kostprobe: „Während etwa im frühen 19. Jahrhundert Diener und Bierbrauergesellen des Bamberger Franziskanerklosters ein Jahresgehalt von 39 Gulden bezogen, erhielten die dortigen Domherren bis zu 10 000 und 12 000 Gulden pro Jahr, das Dreihundertfache …“ (S. 220)

Immerhin wissen wir jetzt, von wem es die heutigen Manager wohl gelernt haben ….

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